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11.11. in Reute - Säckelmeister flüchtig und Ortsvorsteher Strobel auf der Anklagebank

Umrahmt von stimmungsvollen Musikstücken der Durlesbach Schalmeien begrüßten Präsidentin Claudia Schmidt und Gildemeisterin Sonja Münsch die Reutener Narren im voll besetzten Wintergarten des Gasthofs Sonne in Reute. Gildeschreiberin Steffi Rehm konnte trotz relativ kurzer Fasnet viele Termine und damit einen prall gefüllten Fasnetskalender verkünden. Die Höhepunkte des Abends waren aber die Verleihung der Sprungorden sowie die traditionelle Tagung des Narrengerichts.

Nachdem Gildemeisterin Münsch den unangenehmeren Teil der Ankündigung diverser Arbeitseinsätze charmant absolvierte, hatte Claudia Schmidt im Anschluss die wesentlich erfreulichere Aufgabe, den beruflich verhinderten Büttel Volker Knörle bei der Verleihung der Sprungorden zu vertreten. Beate Pfister, Marcel Helber, Marisa Pfister und David Wolfgang wurden von der Präsidentin für mehr als 40 Sprünge mit dem Bronze-Orden der Narrengilde ausgezeichnet. Jonas Pfister wurde der Silber-Orden für mehr als 60 Sprünge verliehen. Manuel Knörle, Michael Pfister und Rosi Lorenz erhielten den Gold-Orden für über 80 Umzugsteilnahmen. Die Freifahrkarte für die nächste Fasnet wurde Sandra Neut, Dieter Geßler und Niklas Knörle überreicht.

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Mit einer Hiobsbotschaft kündigte Präsidentin Schmidt das Narrengericht an: Staatsanwalt Manfred Borsutzky, neben diesem Amt auch Säckelmeister des Vereins, hat sich wohl ins Ausland abgesetzt. Bis zum Ausklang des Abends konnte nicht abschließend geklärt werden, ob er die Vereinskasse mit in den Urlaub genommen hatte. Um es aber vorweg zu nehmen: er wurde bei der Tagung des Gerichts unter Vorsitz des Richters Reiner Bosler hervorragend von Narrenrat Marc Neut ersetzt. Brisanter als diese Personalie waren aber die Fälle, die das Gericht zu verhandeln hatte. Zigeunermutter Conny Baur musste sich für die Absage des Zigeunergrillfestes wegen "Vergesslichkeit" verantworten, Präsidentin Claudia Schmidt wurden zahlreiche Versprecher in ihrem ersten Amtsjahr vorgeworfen: So bezeichnete sie die "Narrengilde" als "Narrenzunft", machte aus dem "Narrenbaum" einen "Maibaum" oder ernannte Vorstände kurzerhand zu Narrenräten. Verteidiger Michael Hegele war nicht zu beneiden! Im weiteren Verlauf wurde Narrenrat Heiko Gscheidle wegen Hochverrats angeklagt - er begrüßte seine Sitzungskollegen doch tatsächlich mit "Aha". Schwierig war auch der Fall des Michael Pfister, der sich durch sein tiefergelegtes Kanu bei der Kanu-Tour der Narrengilde umfangreichen Regressansprüchen wegen der Zerstörung der Renaturierung der Schussen ausgesetzt sah. Detlef Lorenz wurde angeklagt, weil er sich während seiner eigentlichen Aufgabe als Umzugshelfer mit Gardemädchen der Zußdorfer Garde "vergnügte". Zuletzt mussten sich auch noch Ortsvorsteher Achim Strobel und Gildemeisterin Sonja Münsch für einen groben Verstoß gegen die Maskenordnung verantworten. Beim diesjährigen Narrenrechtabholen erkannte das hohe Gericht durch das von der Verwaltung angeordnete Anziehen von blauen Schuhüberziehern eine Masken- und Häsverfälschung. Der Essensentzug wurde sogar als Versuch der Fahrlässigen Tötung eingestuft! Grund genug also für den Ortsvorsteher, es beim nächsten Narrenrechtabholen besser zu machen!

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Die Zigeuner-Musik sorgte mit bekannten Fasnets-Melodien anschließend für einen schönen Ausklang des Abends und die fröhliche Erwartung der Fünften Jahreszeit in Reute.


© Narrengilde Schussentäler e.V. Reute
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