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Widerspenstige Goißa bei der Goißawäsch in Reute g´wäscha

"Dr erschte Ball isch d´Goißawäsch" - der im Reutener Narrenlied beschriebenen Tradition folgend wurde am Samstag im voll besetzten Sternensaal die Goißawäsch abgehalten. Alljährlich wird vor dem ersten Umzug die Fasnet in Form eines Schalknarrs geweckt, die Masken werden aus der Truhe geholt und die jungen "Goißa" werden "gwäscha". Das anschließende Ballprogramm stand unter dem Motto "Flower-Power" - es schien fast so, als würde Reute nur aus Hippies bestehen.

Der Fanfarenzug Reute eröffnete den Abend in neuem Häs und mit stimmungsvollen Rhythmen. Dann war es endlich soweit: die im vergangenen Jahr zur Präsidentin gewählte Claudia Schmidt begrüßte zum ersten Mal bei einer Goißawäsch die Reutener Narren und führte anschließend durch das Programm. Es folgte der Einmarsch des Zigeunervolkes samt Schnurrermusik.

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Zigeunervater Hermann Sommer versammelte sein Volk zum "Maskenwecken" auf der Bühne vor dem Bühnenbild des Bahnhof Durlesbach. Das Hereintragen und Öffnen der Fasnets-Truhe war wie üblich eine größere Prozedur, gelang dann aber mit vereinten Kräften und vielen Anfeuerungsrufen letztlich doch. Und so konnte der 11-jährige Jan Wolfgang als Schalknarr in historischem Gewand der Truhe entspringen und den Beginn der Fasnet verkünden. Goißavater Reiner Bosler hatte mit seinen Helfern bei der anschließenden "Goißawäsch" mit reichlich Widerstand zu kämpfen - eine Goiß ergriff sogar die Flucht und sprang durch den gesamten Saal. Michael Hegele gelang es aber, sie wieder einzufangen und das offensichtlich wasserscheue Tier ebenso wie die übrigen Jungtiere zusammen mit Reiner Bosler und Timo Seifert unter den Brunnen zu bekommen.

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Die Durlesbach Schalmeien überbrückten die kurze Umbaupause mit tollen Fasnetshits und ihrem Paradestück "Auf dr schwäbscha Eisabahna". Nun konnten endlich die längst wartenden Kinder der Kindertanzgruppe unter der Leitung von Birgit Wolfgang und Ingrid Zwicknagl auf die Bühne. Sie sorgten mit ihrem Tanz zum Beach Boys-Hit "Surfin´ U.S.A." für Beifallsstürme und belohnten die vielfachen Zugaberufe auch noch mit einem Ententanz. Die Reutener "Sketch-Originale" Sonja Münsch und Anne Mayer strapazierten die Lachmuskeln im Saal mit dem Arztbesuch von Herrn Biebele, gespielt von Anne Mayer. Sonja Münsch als Ärztin war mit der etwas eigenartigen Art einer Urinprobe in einer 5l-Flasche sichtlich überfordert. Heiko Gscheidle überzeugte als Musikant auf Solotournee mit originellen Liedtexten auf bekannte Hits. Jetzt wusste jeder, dass Reute die Perle in unserem Land ist. Auch er wurde vom Publikum noch zu einer Zugabe "gezwungen".

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Die "Bergatreuter Mädla" schilderten in ihrem Sketch "Der Mond" die Auswirkungen von übertriebenem Alkoholkonsum, ehe wieder Anne Mayer, dieses Mal als Roy Black, und Sonja Münsch als Anita die Bühne betraten. Sie spielten wunderschön kitschige Szenen zu "Schön ist es auf der Welt zu sein". Schlag auf Schlag, und zwar im wahrsten, d.h. lautesten Sinne, ging es weiter mit der Lumpenkapelle Urbach´l, ehe die "Hupfdohlen" in Bademänteln in den Sternensaal einliefen.

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Diese wurden jedoch alsbald abgelegt: den Tanz um ein Planschbecken zu Dieter Hallervordens und Helga Feddersens "Die Wanne ist voll" führten sie in blau-weiß- und rot-weiß-gestreiften Badeanzügen vor. Nach dem letzten Auftritt der Schnurrermusik übernahm DJ Liebi das Kommando, so dass bis früh in den Morgen getanzt werden konnte.

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© Narrengilde Schussentäler e.V. Reute
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