Bild
 
  Startseite     Masken & Chronik     Jubiläum 2013     Fotos, Berichte & Presse  
 
Wappen
 
  Fotos & Berichte
   Aktuell
   Archiv
 
  Amtsblatt
   Aktuell
   Archiv
 
  SZ
   Aktuell
   Archiv
Das große Reutener Fasnets-Wochenende 2016

Am Freitag Abend war es wieder so weit: Ortsvorsteher Achim Strobel verbarrikadierte zwar "sein" Dorfgemeinschaftshaus in Gaisbeuren nach allen Regeln der Kunst, die Entmachtung sollte dadurch aber nur hinausgezögert werden. Dem Zigeunervolk der Narrengilde gelang es letztlich über einen Nebeneingang, sich Zutritt zu verschaffen und die Macht zu übernehmen.

Bild

Bild

Der Kapitulation folgte ein stimmungsvoller Auftritt der Durlesbach Schalmeien, die zuvor auch schon vor der Stürmung im Freien aufspielten. Präsidentin Claudia Schmidt und Gildemeisterin Sonja Münsch, beide auch als Zigeunerinnen an den Schnurrertagen unterwegs, vertraten den erkrankten Zigeunervater Hermann Sommer bravourös und so musste der abgesetzte Ortsvorsteher Strobel noch allerlei über sich ergehen lassen. Keine Widerrede ließ Chronist Uwe Wolfgang zu, als er in Reimform Strobels Schandtaten und Versäumnisse des letzten Jahres zum Besten gab. So war es dann fast schon eine Erleichterung, als er beim Baby-Wickeln Hand anlegen konnte und dabei nicht vermutete Talente ans Tageslicht kamen.

Bild

Bild

Wetter-Glück hatten die vielen Kinder beim Kinderumzug vom Gasthaus "Stern" zum Dorfplatz am Samstag. Dort angekommen wurde unter lauten Anfeuerungsrufen und moderiert von Präsidentin Claudia Schmidt der Narrenbaum gestellt. Gut gestärkt durch die vom Schnurrer-Erlös des vergangenen Jahres finanzierten Leberkäswecken der Narrengilde ging es für die Kinder nebenan in der Durlesbachhalle beim Kindernachmittag weiter. Narren-Kapitän Heiko Gscheidle führte gewohnt souverän durch das Programm unter dem Motto "Mit der Narrenrakete zur Weltraumfete". Fast schon traditionell endete er in bester Sinatra-Manier mit seiner Hymne "Dia Fasnet, dia isch so schee, bei uns in Reute".

Mit dem Wetter-Glück war es dann am Sonntag leider nicht mehr weit her - auch die zahlreichen Gottesdienstbesucher konnten mit ihren Wünschen nichts an den widrigen Verhältnissen ändern. Pfarrer Stefan Werner verstand es aber auf hervorragende Weise, Kirchliches mit der Narretei zu verbinden und so ging es für die anwesenden Zunftmeister anschließend gut gelaunt in die benachbarte Begegnungsstätte des Klosters zum Zunftmeisterempfang (siehe sep. Bericht).

Bild

Bild

Bild

Alles Warten auf besseres Wetter machte keinen Sinn und so gab Umzugswart Reiner Bosler schließlich um 13.30 Uhr den Startschuss für den Umzug, zu dem sich 80 Gruppen angemeldet hatten. Narren kennen zwar kein schlechtes Wetter, aber einigen Zünften sah man schon deutlich an, dass sie mit weniger als gewohnt teilnehmenden Maskenträgern unterwegs waren. Der guten Stimmung des hartgesottenen Publikums am Straßenrand tat dies aber keinen Abbruch, zumal der Umzug durch die kleineren Gruppen noch abwechslungsreicher wurde und man sich etwas früher zum Aufwärmen in die Durlesbachhalle und das Disco-Zelt begeben konnte. Gildemeisterin Sonja Münsch war letztlich trotz aller Enttäuschung über das schlechte Wetter froh darüber, dass das Umzugswochenende friedlich und ohne besondere Vorkommnisse verlaufen ist und freut sich jetzt schon um so mehr auf die anstehenden Schnurrertage vom Gumpigen Donnerstag bis zum Samstag.

Bild

Bild


© Narrengilde Schussentäler e.V. Reute
Bild